Geschichte der Gemeinschaft der Gemeinden Düren-Nord

GdG-Briefkopf

Im Fastenhirtenbrief für das Jahr 1989 stieß Diözesanbischof Dr. Klaus Hemmerle den Prozess der "Weggemeinschaften" an. 1994 kam er noch einmal im Fastenhirtenbrief darauf zu sprechen. Damals schrieb der Bischof u.a.
"…es ging mir nicht nur um Strukturveränderung, sondern darin und davor um geistliche Erneuerung, als ich mit meinem Fastenhirtenbrief 1989 den Prozess der "Weggemeinschaft" in unserem Bistum anstieß. Was ist daraus geworden? Es ist nach fünf Jahren an der Zeit innezuhalten, gemeinsam Bilanz zu ziehen und Perspektiven zu gewinnen."

Wie sah diese "Weggemeinschaft" vor Ort - also bei uns - aus?
Nach dem Weggang von Pfarrer Wyrsch war die Pfarre St. Arnoldus in Arnoldsweiler vakant. Da dies kein Zustand auf Dauer sein konnte, wurde Pfarrer Naphausen am 15. August 1984 zum Pfarrverweser bestellt. Am 15. August 1985 wurde er von Pater Johann Josef Lieth CSSp abgelöst, der bis September 1988 die Pfarre betreute. Seit dem 18. September 1988 ist Pfarrer Naphausen in Personalunion Pfarrer von St. Arnoldus in Arnoldsweiler und St. Peter in Birkesdorf. Als Pfarrer Lützenrath die Pfarre St. Joachim in Düren-Nord im Mai 1993 verließ, suchte das Bistum Aachen nach einer Möglichkeit die durch den Weggang des Pfarrers vakant gewordene Stelle wieder zu besetzen. Auf Vorschlag des Bistums wurde die Betreuung der Pfarre St. Joachim als Weggemeinschaft mit den beiden anderen Pfarren (St. Peter in Birkesdorf und St. Arnoldus in Arnoldsweiler) einem Pastoralteam übertragen. Die feierliche Einführung des Teams erfolgte am 1. Adventssonntag (27. November) 1994.

Mit Einführung des neuen Struktur- und Einsatzplanes im März 2000 hat Bischof Dr. Mussinghoff für die untere Ebene der Kirche am Ort die Zusammenarbeit von mehreren Gemeinden vorgesehen. Es sollen "Gemeinschaften der Gemeinden (GdG)" gebildet werden, die - unbeschadet ihrer Selbständigkeit als Pfarrei - auf pastoralem Gebiet zusammen arbeiten sollen. In den drei Gemeinden wurden gemeinsames Handeln und Zusammenarbeit bereits seit längeren publiziert. Die Vereinbarung zur Bildung der Gemeinschaft konnte deshalb von allen Verantwortlichen bereits am 01. Dezember 2000 unterzeichnet werden. Sie wurde so auch von Bischof Dr. Mussinghoff genehmigt.

Am 01. Januar 2010 wird die Gemeinschaft der Gemeinden Düren-Nord erheblich vergrößert. Neu hinzu kommen St. Peter in Merken, St. Michael in Echtz, Herz Jesu in Hoven, St. Martinus in Derichsweiler und St. Mariä Himmelfahrt in Mariaweiler, während die Gemeinden St. Peter in Birkesdorf und St. Joachim in Düren-Nord zur neuen Pfarre "St. Joachim und St. Peter" fusionieren.
Sie umfasst dann knapp 18.000 Katholiken und bildet flächenmäßig die größte Gemeinschaft in der Stadt Düren. Was die Anzahl der Gotteshäuser in der GdG Düren-Nord betrifft, so gibt es neben den 8 Kirchen noch 3 Kapellen (Arnoldsweiler, Konzendorf, Geich) und im medizinischen/sozialen Bereich 3 Kapellen/Kirche (St. Marien-Hospital, Seniorenzentrum, rheinische Landeskliniken).

Karl-Heinz Küpper

Kirche – wohin?

Wir brauchen eine neue Perspektive für das Leben unserer Gemeinden. Das neue Logo soll uns dafür den Weg weisen.

Der Kompass ist ein Symbol des unterwegs seins. Wir sind noch nicht am Ziel. Im Gegenteil, wir stehen an einem neuen Anfang. Der Blick muß über den eigenen Kirchturm hinausgehen und sich der Zukunft öffnen. Wenn die Kompassnadel genordet ist, kann jeder seinen Standort bestimmen. Wo stehen wir als einzelne und als Pfarrgemeinde? Die Nadel wird somit auch zum Stachel, der uns daran erinnert, dass es Zeit zum Aufbruch ist.

Gleichzeitig können die drei Spitzen um den gemeinsamen Mittelpunkt, auch als Symbol unseres Gottes gesehen werden, der mitten unter uns als Vater, durch den Sohn, im Heiligen Geist wirkt. Er unser Gott, ist Garant dafür, dass wir nicht in die Irre gehen. Die Verknüpfung des Dreiecks, als Symbols der Dreieinigkeit, mit dem "G", das für unsere Gemeinden steht, ist das Kreuz, auf dem die Nadel liegt.

Kritiker haben natürlich Recht, wenn sie sagen, dass in diesem Logo auf den ersten Blick kein christliches Symbol zu erkennen ist. Die Frage ist, ob das notwendig ist. Durch die Schriftzüge links und rechts vom Logo wird auf den ersten Blick deutlich, dass dieses Zeichen von sieben Gemeinden verwendet wird, die zur Gemeinschaft der Gemeinden Düren- Nord gehören. Die Gemeinden werden mit dem Namen ihrer Pfarrpatrone aufgeführt. Ohne die Schrift stände das Logo tatsächlich als sehr vieldeutig im Raume. Aber auch so bleibt es für viele Deutungen offen, es stellt Fragen.

Wohin soll es gehen, mit unseren Gemeinden?
Welche Richtung wollen wir einschlagen?
Um den Weg zu finden brauchen wir den Kompass.

Es grüßt freundlich, Ihr Pater Timotheus